Bei uns in Stade können entsprechend geschulte Kunden ab sofort einen Einblasautomaten für Zellulosedämmung nutzen.

 

Im Rahmen der energetischen Modernisierung entsteht auch eine Nachfrage zur Isolierung von Gebäudeteilen, die mit konventionellen Dämmstoffen nicht erreicht werden können, wie zum Beispiel die Zwischenräume im zweischaligen Mauerwerk, der Geschoßdecke oder auch der Zwischenräume in der Dachschräge. Seit einigen Jahren etabliert sich hier die im Einblasverfahren eingebrachte Zellulose-Flocke. Diese eignet sich zusätzlich auch als Dämmstoff für Pufferspeicher, Isolationsschächte und Gewölbedecken zum Beispiel in Kirchen sowie als aufgesprühte und sichtbare Akustikdämmung.

Um seinen Handwerkskunden die Möglichkeit zu geben, an diesem schnell wachsenden Markt teilhaben zu können, hat die Firma Mohr einen leistungsstarken Einblasautomat von Isocell angeschafft, der an entsprechend geschulte Dachdeckereien und Zimmereien verliehen wird. Eine erste Kundenschulung auf dem Werksgelände der Firma Isocell in Neumark bei Salzburg fand im Mai dieses Jahres statt. Acht Handwerksbetriebe wurden zwei Tage lang intensiv, sowohl in punkto Bauphysik im Altbau, als auch in der praktischen Handhabung des Gerätes geschult. Die ersten Einsätze bestätigen den teilnehmenden Handwerkern, wie sinnvoll und hilfreich dieses Verfahren ist.

Das Verfahren eignet sich sowohl zum Einblasen von Zellulose, als auch zum Einblasen von Holzfaser oder EPS. Der Zellulosedämmstoff wird im Recycling-Verfahren aus Tageszeitungspapier hergestellt. Dabei wird die Zellulose grob aufgefasert, mit mineralischen Salzen vermischt und in einer Mühle gemahlen. Die so gewonnen Flocken sind brandbeständig, verrottungssicher, widerstandfähig und nicht toxisch. Die langfaserige Flocke überzeugt durch eine hohe Setzungssicherheit auch bei großen Dämmstoffstärken. Sie wirkt nicht hautreizend oder aggressiv und wird daher als sympathischer Dämmstoff beurteil